Waschen Sie Merinowolle bei 30 Grad im Woll- oder Feinwaschprogramm mit einem Wollwaschmittel, dessen pH-Wert bei 7 oder darunter liegt. Verwenden Sie weder Weichspüler noch Trockner. Drehen Sie das Kleidungsstück auf links, nutzen Sie ein Wäschenetz und wählen Sie den schonendsten Schleudergang. Bringen Sie das Kleidungsstück feucht in Form und trocknen Sie es liegend. Meist ist gar keine Wäsche nötig – Lüften reicht, denn Merinowolle reinigt sich an frischer Luft selbst.
Muss Merinowolle vor dem ersten Tragen gewaschen werden?
Nein. Merinowolle enthält keine reizenden Rückstände, die vor dem ersten Tragen ausgewaschen werden müssten. Alle Produkte von North Outdoor sind nach OEKO-TEX® STANDARD 100 zertifiziert. Das bedeutet, ein unabhängiges Prüfinstitut hat bestätigt, dass sie keine bei Hautkontakt gesundheitsschädlichen Substanzen enthalten.
Unnötiges Waschen strapaziert das Kleidungsstück nur. Für Merinowolle gilt eine einfache Regel: je seltener gewaschen, desto besser.
Läuft Merinowolle beim Waschen ein?
Das Gestrick einer Merino-Unterwäsche läuft beim Waschen um etwa 3–5 Prozent ein. Das ist normal und zu erwarten und kein Mangel. Der Einlauf ist in die Größenberechnung eingeplant.
Leichtes Dehnen im feuchten Zustand bringt das Kleidungsstück in seine ursprüngliche Form zurück. Wenn sich die Unterwäsche beim Tragen gedehnt hat, können Sie das Dehnen auch weglassen – das Ergebnis sitzt dann besser.
Unkontrolliertes Einlaufen ist etwas anderes. Es entsteht fast immer durch zu hohe Temperatur, gewöhnliches Waschmittel oder den Trockner. Die Oberfläche der Wollfaser hat eine schuppenartige Struktur, und Hitze in Verbindung mit mechanischer Reibung lässt die Schuppen ineinander verhaken. Die Fasern verfilzen und lösen sich nicht mehr – das Kleidungsstück verfilzt. Das lässt sich nicht rückgängig machen.
Was tun, wenn ein Merinowollteil eingelaufen ist?
Wenn es sich um leichtes Einlaufen und nicht um echtes Verfilzen handelt, versuchen Sie Folgendes:
- Weichen Sie das Kleidungsstück 10–15 Minuten in lauwarmem Wasser ein. Sie können einen Schuss Haarspülung oder Wollwaschmittel zugeben, das die Faser weicher macht.
- Drücken Sie das Wasser heraus, wringen Sie nicht.
- Breiten Sie das Kleidungsstück auf einem Handtuch aus und dehnen Sie es behutsam auf Maß. Gehen Sie schrittweise vor, in mehreren Durchgängen.
- Lassen Sie es liegend in der gedehnten Form trocknen.
Die Methode hilft bei leichtem Einlaufen. Ein verfilztes Kleidungsstück rettet sie nicht.
Warum lädt sich Merinowolle statisch auf – und was hilft dagegen?
Merinowolle ist von Natur aus antistatisch. Statische Aufladung ist also keine Eigenschaft der Wolle, sondern ein Zeichen dafür, dass etwas anderes nicht stimmt. Die häufigsten Ursachen sind trockene Raumluft im Winter, ein synthetisches Kleidungsstück unter oder über der Wolle sowie die Nutzung des Trockners.
Was hilft:
- Keinen Trockner verwenden. Das ist mit Abstand die häufigste Ursache.
- Synthetische Schichten direkt auf der Wolle vermeiden – Aufladung entsteht durch die Reibung zweier unterschiedlicher Materialien.
- Das Kleidungsstück kurz in einen feuchten Raum hängen oder leicht mit einer Sprühflasche befeuchten. Feuchtigkeit baut die Ladung ab.
- Nicht zu Weichspüler greifen. Er beseitigt die Aufladung kurzfristig, hinterlässt aber einen Film auf der Faser, der den Feuchtigkeitstransport dauerhaft verschlechtert.
Wie werden die verschiedenen Produkte gewaschen?
Nicht jede Merinowolle wird gleich gewaschen. Die genaue Anleitung steht immer auf dem Pflegeetikett, doch das sind die Grundregeln:
| Produkt | Waschart | Temperatur | Trocknen |
|---|---|---|---|
| Unterwäsche (Touch, Motion, Sensitive, Active, Arctic) | Maschinenwäsche, Woll- oder Feinwaschgang, Wäschenetz | 30 °C | Liegend trocknen |
| All Day- und Intense Pro-Freizeitkleidung | Maschinenwäsche, Woll- oder Feinwaschgang, schonendster Schleudergang, Wäschenetz | 30 °C | Liegend trocknen |
| Nature-Kollektion, dicke und mitteldicke Strickwaren | Nur Handwäsche | Lauwarmes Wasser | Liegend trocknen |
| Merinowollsocken | Maschinenwäsche, Wäschenetz | 30 °C | Nicht in den Trockner |
| Aitta-Socken (100 % Merinowolle) | Wie Nature-Strickwaren, Handwäsche | Lauwarmes Wasser | Liegend trocknen |
| Accessoires: Mützen, Schlauchschals, Sturmhauben | Unterschiedlich – Pflegeetikett prüfen | 30 °C oder von Hand | Liegend trocknen |
Nature-Strickwaren gehören gar nicht in die Maschine. Trommelbewegung und Schleudern lösen Wollfasern und dehnen das Gestrick.
Warum Wollwaschmittel und kein gewöhnliches Waschmittel?
Gewöhnliche Waschmittel sind alkalisch. Eine alkalische Lösung haftet an der Wollfaser und schwächt sie: Farben verblassen und bluten aus, die Faser wird rauer, und mit der Zeit können Löcher entstehen. Eine aufgeraute Faser fühlt sich zudem gröber auf der Haut an als vor der Wäsche – das ist der häufigste Grund dafür, dass ein Merinoteil nach dem Waschen zu kratzen beginnt.
Wollwaschmittel hat einen pH-Wert von 7 oder darunter und schädigt die Faser daher nicht. Weichspüler wird überhaupt nicht gebraucht, denn Merinowolle ist von Natur aus weich und antistatisch.
Waschmittel und Fusselrasierer finden Sie in unserem Sortiment zur Pflege von Merinowolle.
Warum reicht Lüften meistens aus?
Merinowolle ist antibakteriell. Die Faser reagiert mit Sauerstoff und lässt Geruchsmoleküle verdunsten, auch Rauch- und Schweißgeruch. Praktisch heißt das: Das Kleidungsstück frischt sich von selbst auf, wenn Sie es für ein paar Stunden nach draußen zum Lüften hängen.
Eine Unterwäsche bleibt auf einer zweiwöchigen Reise problemlos frisch, wenn Sie sie nach dem Tragen lüften. Wenn sichtbarer Schmutz darauf gerät, muss nicht das ganze Teil gewaschen werden – der Fleck allein lässt sich von Hand auswaschen.
Wenige Waschgänge schonen sowohl das Kleidungsstück als auch Wasser und Energie. Die antibakterielle Eigenschaft ist damit zugleich eine ökologische.
Und was ist mit Pilling?
Wenn ein Wollteil Reibung ausgesetzt ist, lösen sich Fasern und sammeln sich zu Knötchen. Das liegt in der Natur der Wolle und ist kein Zeichen schlechter Qualität. Das Pilling lässt nach, sobald der größte Teil der losen Fasern abgegangen ist.
Verwenden Sie regelmäßig einen Fusselrasierer. Legen Sie das Kleidungsstück auf eine ebene Unterlage und führen Sie das Gerät leicht über die Knötchen. Behandeln Sie Nähte vorsichtig und lassen Sie Fadenzieher unbearbeitet. Die größten Knötchen können Sie mit den Fingern abzupfen.
Für Nature-Strickwaren empfehlen wir einen Fusselrasierer, keinen Strickkamm – zu kräftiger Einsatz des Kamms löst erfahrungsgemäß übermäßig viel Wollfaser.
Häufige Fragen
Darf Merinowolle in den Trockner?
Niemals. Hitze und mechanische Bewegung lassen die Schuppen der Wollfaser ineinander verhaken, wodurch das Kleidungsstück unwiderruflich verfilzt.
Kann man Merinowolle bügeln?
Ja, auf niedrigster Stufe. Dämpfen funktioniert ebenfalls. Falten und Knicke lösen sich leicht.
Wie werden Merinoteile aufbewahrt?
Gefaltet, nicht auf dem Bügel. Der Bügel dehnt das Gestrick an den Schultern.
Kann man Merinowolle bei 40 Grad waschen?
Wir empfehlen es nicht. 30 Grad reichen zur Reinigung, und eine höhere Temperatur erhöht das Risiko des Verfilzens. Prüfen Sie immer das Pflegeetikett.
Genaue produktbezogene Hinweise finden Sie in unserem Pflegeratgeber für Merinowolle. Zur Textilpflege allgemein: clevercare.info.
North Outdoor ist ein finnisches Unternehmen, das sich auf Merinowollbekleidung spezialisiert hat. Wir entwerfen unsere Produkte in Finnland, und unsere eigene Strickerei befindet sich in Oulu. Wir verwenden ausschließlich mulesingfreie Merinowolle.
Aktualisiert am 13.8.2026















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